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Wintersport- Aber sicher!
15.12.2017 23:05

Wintersport - Aber sicher!

Zur Sicherheit trägt auch ein Helm bei

„Ich bin dann mal weg! Schönes Wochenende!“, sage ich zur Kollegin und sehe mich schon in Gedanken die Piste hinabfahren. „Hals- und Beinbruch beim Skifahren. Bis nächste Woche!“, kommt da fröhlich zurück. „Mhhh, eigentlich würde ich ja schon gerne gesund wiederkommen.“, denke ich und mache mich auf den Heimweg.

Doch was sollte ich alles beachten, damit beim Kurztrip in den Schnee nichts passiert? Und was, wenn es doch zu einem Unfall auf der Piste kommt?

Ihr habt Euch diese Fragen auch schon mal gestellt? Dann lest meine Tipps zum sicheren Wintersport-Spaß!

Die Anfahrt ins Skigebiet

Nach einer langen Arbeitswoche Freitagmittags stundenlang in den Stau stehen? Besser nicht, sagen Verkehrsexperten und raten lieber kürzere Strecken zu fahren oder sich den Anreisetag frei zu nehmen. Wichtig ist auch eine gute Ladungssicherung, damit die Ski nicht verrutschen oder gar samt Dachbox auf der Autobahn landen.

Wetterfeste Kleidung und einige Decken, sowie warme Getränke sollten im Fahrgastraum sein, damit man diese bei einer Panne oder im Stau schnell und ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen zur Hand hat.

Die Winter-Reiseapotheke

Auch im Winterurlaub sollte natürlich eine Reiseapotheke im Gepäck mit dabei sein.

Regelmäßig einzunehmende Medikamente, wie Insulin oder Blutdrucktabletten sollten ebenso an Bord sein, wie Notfall- oder Bedarfsmedikation, beispielsweise Asthmasprays.  Auch Halsbonbons sowie Erkältungs- und Schmerzmittel können hilfreich sein.

Verbandsmaterial für kleinere Wunden, ein Dreiecktuch zum Ruhigstellen, eine Rettungsdecke sowie etwas Traubenzucker sollten auch auf der Piste dabei sein.

Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor, Fettcreme für trockene Haut und Blasenpflaster haben sich als nützliche Ergänzung bewährt.

Endlich geht’s auf die Piste

Nach einer erholsamen Nacht sollte der Start in den Tag mit einem reichhaltigen Frühstück beginnen. Kohlenhydrate helfen dabei die nötige Energie für den Sport zu haben. Milchprodukte liefern Eiweiß und die nötigen Mineralstoffe.

Viele haben bereits Wochen vor dem Urlaub angefangen Skigymnastik zu machen, um den Körper richtig in Form zu bringen. Bevor es auf die Loipen und Pisten geht, sollte auch trainierte Muskulatur auf Arbeitstemperatur gebracht werden- lockern, dehnen und strecken sollten also auch vor der Abfahrt ins Tal nicht zu kurz kommen.

Statistisch kommt es zu Beginn des Tages und gegen Abend am ehesten zu Verletzungen. Morgens hilft das Aufwärmprogramm Muskelverletzungen vorzubeugen. Mittags sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden. Wärmende, alkoholfreie Getränke schützen vor Unterkühlung und eine ausreichende Mahlzeit liefert die Energie für die zweite Tageshälfte.

Am zweiten Sporttag ist die Unfallgefahr mittags besonders hoch – eine Pause haben sich Muskeln, Sehnen und Bänder redlich verdient. Zeit für einen Saunamittag oder ein Wellnessprogramm.

Erste Hilfe will gekonnt sein

Rettung mit dem Akia

Kommt es trotz aller Vorsorge zu einem Unfall, ist es wichtig schnell zu reagieren.

Sichert die Unfallstelle mit zwei gekreuzten, in den Schnee gesteckten, Skiern ab.

Leistet den Verletzten Erste Hilfe. Wichtig ist vor allem der Wärmeerhalt, da die betroffenen Personen im Schnee liegend schnell auskühlen und eine Unterkühlung den Zustand weiter verschlechtert. Deckt die Betroffenen dafür mit der Rettungsdecke zu. Die Goldseite sollte nach außen zeigen, dadurch ist die Unfallstelle aus der Luft besser zu sehen. Setzt den Notruf 112 ab und bittet andere Sportler zu helfen. Unterstützung bekommt ihr auch an den Hütten oder den Liftstationen. Meist ist das Personal gut geschult und es stehen Akias (Rettungsschlitten) oder Schneemobile zur Rettung zur Verfügung.

Kleinere Wunden sollten keimarm abgedeckt, Knochenbrüche und verletzte Gelenke ruhig gehalten werden.

Ist der Betroffene nicht ansprechbar, prüft die Atmung und legt die Person – bei normaler Atmung – in die stabile Seitenlage.

Ist keine (normale) Atmung feststellbar, muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Hierzu wird der Brustkorb mittig mit beiden Händen fest und schnell eingedrückt. Die Drucktiefe sollte 5-6 Zentimeter betragen, das Tempo bei 100-120 Kompressionen pro Minute liegen. Traut ihr Euch die Beatmung zu, wechselt 30 Herzmassagen mit zwei Beatmungen ab. Führt die Wiederbelebung solange bis Lebenszeichen feststellbar sind oder die Rettungskräfte eintreffen durch.

Mit diesen Tipps im Handgepäck reise ich nun doch etwas sicherer ins Winterwunderland und freue mich auf Hüttenzauber, viele tolle Menschen und hoffentlich unfallfreie Wintertage.

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