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Sommerzeit - Zeckenzeit
02.04.2016 20:18

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Präventionsmaßnahmen Sie ergreifen können, um von den lästigen Quälgeistern verschont zu bleiben, welche Krankheiten übertragen werden können und was Sie im Falle eines Zeckenstiches tun können.

 

Nach einem recht milden Winter sind sie bereits wieder aktiv: die Zecken.

Zecken übertragen sowohl auf uns Menschen, aber auch auf Hunde verschiedene Krankheiten.

Hauptsächlich übertragen Zecken zwei Erkrankungen:                                                                            die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis.

 

Lyme-Borreliose:

Die Lyme-Borreliose wird durch das Borrelia burgdorferi ausgelöst und stellt bei Mensch und Hund die häufigste Erkrankung, die durch Zeckenstiche übertragen wird dar.

Hauptüberträger ist der Holzbock, welcher bei dem Saugakt zeitgleich die Borrelien mit seinen Exkrementen in den Wirt ausscheidet.

Die Symptome der Erkrankung betreffen beim Menschen meist die Haut, das Nervensystem, die Gelenke und das Herz.

Häufig kommt es zu einer räumlich um die Stichstelle begrenzten Infektion, Abgeschlagenheit, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

Im weiteren Verlauf kann der Patient grippeähnliche Symptome, schmerzhafte Nerven- und Gelenkentzündungen (Bannwarth-Syndrom) und Entzündungen am Herzmuskel bekommen.

Schreitet die Erkrankung weiter fort können chronische Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis), schwere Hautentzündungen (Akrodermatitis) und eine Entzündung von Hirn und Rückenmark (Encephalomyelitis) die Folgen sein.

Beim Hund verläuft die Krankheit meist symptomloms selten kommt es zu Lähmungserscheinungen, Fieber und geschwollenen Lymphknoten. Bricht die Erkrankung beim Hund aus, kommt es auch bei ihm zu   Gelenk- und Muskelentzündungen.

 

Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME):

Auch bei der FSME kommt es bei ca. 30% der infizierten Menschen zu grippeähnlichen Symptomen, welche kurzzeitig verschwinden und in einem 2. Schub bei etwas 10% der Infizierten in Kombination mit einer Hirnhautentzündung wiederkehren. Bedingt durch die Hirnhautentzündung kann es von Lähmungen und Krampfanfällen bis hin zum Koma führen. DIe Erkrankung tritt beim Hund nur sehr seltenen auf, kann aber in schweren Fällen tödlich verlaufen.

Auslöser der Erkrankung ist eine virale Infektion durch sogenannte Flaviviren, welche beim Einstich der Zecke und dem anfänglichen Einspeicheln der Saugstelle auf den Wirt übertragen werden.

Zeckenentfernung leicht gemacht

Präventionsmaßnahmen:

Informieren Sie sich über Risikogebiete für die FSME (z.B.: ) und über Impfmöglichkeiten für sich und Ihren vierbeinigen Begleiter.

Tragen Sie bei Spaziergängen in Parks, auf Wiesen oder im Wald lange, helle Kleidung und suchen Sie sich und ihren Hund nach dem Spaziergang gründlich nach Zecken ab.

Bevorzugt setzen sich Zecken an gut durchbluteten Körperstellen (Achsel, Intimbereich, hinter den Ohren) fest.

Sollten Sie eine festsitzende Zecke an sich oder ihrem Vierbeiner entdecken entfernen Sie diese möglichst ohne diese zu Quetschen.

Mögliche Hilfsmittel hierfür sind: Zeckenkarte, - Zange, -Schlinge oder eine Pinzette. Ein Feuerzeug (Vebrennen der Zecke) und eine Lupe (Kontrolle, ob die Zecke vollständig entfernt wurde) sind weitere hilfreiche Utensilien.

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