31
Ju
Hitzenotfälle beim Hund - Tipps zur Prävention & Ersten Hilfe
31.07.2017 12:45

Wie wir Menschen leiden auch unsere Hunde unter den teils hohen sommerlichen Temperaturen und können ebenfalls von Sonnenstich und Hitzschlag betroffen sein.

Im folgenden Beitrag findet ihr alle Informationen rund um das Erkennen und die Erste Hilfe bei Hitzenotfällen.

Am Ende haben wir Euch 7 hilfreiche Tipps zur Vermeidung zusammengefasst- schließlich wollen wir ja alle den Sommer mit seinen Vorzügen genießen und nicht unter der Hitze leiden.

Sonnenstich

Wie kann ich einen Sonnenstich erkenen?

Bei langem Aufenthalt in der Sonne erwärmt sich vor allem bei Hunden mit hellem Fell oder Nackthunden der Kopfbereich und die Hirnhäute des Hundes schwellen an. Auch langes Schwimmen kann, durch die Reflexion des Sonnenlichtes zu einem Sonnenstich führen.

Erkennen kann man den Sonnenstich an Erbrechen, Nackensteifigkeit (der Hund kann den Kopf nicht mehr senken / drehen), heißem Kopf, Apathie und einer Rötung der Haut.

Welche Erste Hilfe-Maßnahmen sollte ich ergreifen?

Die effektivste Maßnahme besteht darin den Hund in den Schatten zu tragen und dort vorsichtig den Kopf mit feuchten Tüchern zu kühlen. Der Hund sollte, sofern er nicht apathisch ist, viel Wasser (Zimmertemperatur!) angeboten bekommen.

Sollte der Hund apathisch wirken und sich der Zustand nicht rasch nach den Erste Hilfe-Maßnahmen verbessern, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Hitzschlag

Was ist ein Hitzschlag? Was sind typische Symptome?

Häufigste Ursache für einen Hitzschlag ist der Aufenthalt des Hundes in geschlossenen Fahrzeugen, sowie körperliche Aktivität bei hohen Außentemperaturen.

Wie extrem die Temperatur im Auto innerhalb kurzer Zeit steigt zeigt die Grafik:

Achtung Lebensgefahr - Hund im Auto

Hunde können im Gegensatz zu uns Menschen nur sehr bedingt über die Pfoten schwitzen und müssen ihre Temperatur über das Hecheln regulieren. Bei hohen Temperaturen und unzureichender Flüssigkeitszufuhr kommen die Vierbeiner jedoch schnell an ihre Grenzen und die Körpertemperatur beginnt zu steigen.

Symptome sind unter anderem vermehrtes Hecheln mit langgestrecktem Kopf und Hals. Erhöhte Körpertemperatur bis hin zu lebensgefährlichem Fieber (>42,5°C) sowie eine hohe Körperwärme beim Streicheln sind ernstzunehmende Anzeichen. Sie werden zunehmend unruhig, suchen einen kühleren Ort und werden schließlich apathisch. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen erleiden die Hunde einen Schock, welcher zur Unterversorgung der lebenswichtigen Organe führt!

Wie kann ich meinem Hund helfen?

Hilfreiche Gegenmaßnahmen sind ähnlich wie beim Sonnenstich, der sofortige, schonende Transport in den Schatten, das Anbieten von zimmerwarmer Flüssigkeit (nicht gewaltsam einflößen!) und das Kühlen des Körpers mit feuchten Tüchern.

Unbedingt muss ein zu rasches Absenken der Körpertemperatur vermieden werden, da es sonst auf Grund von Überlastung des Herzens zum Kreislaufstillstand kommen kann. Daher niemals den Hund in kaltes Wasser werfen oder mit kaltem Wasser übergießen oder dieses zu trinken geben!

Bei Anzeichen für einen Schock ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen, es besteht Lebensgefahr!

 

Tipps um Hitzenotfällen effektiv vorzubeugen

Damit es gar nicht erst zu Hitzenotfällen kommt haben wir Ihnen 7 hilfreiche Tipps in einer Infobox zusammengestellt:

Sommer mit Hund - Coole Tipps für heiße Tage

Wir wünschen Euch und euren Vierpfotern tolle Sommertage - ohne Sonnenstich und Hitzschlag :-)

Kommentare